Amtsblatt 27.03.2026
Sulzbach - Lohr 6:2
Am vorletzten Spieltag ging es für uns um fast nichts mehr, ein Abstieg wäre nur noch durch eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände möglich gewesen und Lohr war bereits gesichert.
Entsprechend wenig Kampfgeist war in der Partie an Brett 6 zu sehen. In einer verzahnten Position bei fast vollem Brett hatte Oliver Erbacher nach 12 Zügen ein Unentschieden in der Tasche.
Auch Patrick May an Brett 3 hatte es mit 16 Zügen nach einer Stunde schnell hinter sich. Nur wurde hier alles rausgeknallt, was beiden vor die Flinte kam und das entstandene Schwerfigurenendspiel wäre wohl einfach remis geworden.
Christian Lorenz wählte mit Schwarz am Brett 7 die Caro-Kann Verteidigung. Sein Gegner spielte sehr aggressiv und erhöhte den Druck am Königsflügel. Doch durch eine schöne Taktik gewann Christian einen Läufer und schon nach 2,5 Stunden auch die Partie.
Christian Eser an Brett 8 hatte lange Zeit eine sehr unklare Stellung. Er selbst mit Druck in der Mitte, Schwarz mit letztlich harmlosem Angriff am Königsflügel. Direkt nach einem überflüssigen Bauernverlust sah Christian ein schönes Qualitätsopfer, um die gegnerische Dame in eine tödliche Fesselung zu locken. Schwarz lehnt ab, hat somit aber eine Figur weniger und gibt kurz danach auf.
Eine spannende und sehr komplizierte Partie war an Brett 5 mit Friedrich Mut als Schwarzem zu sehen. Friedrich opfert eine Qualität für Mattangriff und als Weiß scheinbar schon alle Klippen umschifft hatte, konnte Friedrich mit einem Zwischenschach den Weißen Turm erobern und im 30. Zug war es Matt. So stand es nach ca 3 Stunden 4:1 für uns.
Horst Steeger erwischte mit einem ungewöhnlichen Damenbauernspiel seinen Gegner an Brett 4 auf dem völlig falschen Fuß. Am Königsflügel wurde der Schwarze eng eingeschnürt und nach geduldigem Druckaufbau konnte Horst seinen Turm spielentscheidend auf der 7. Reihe einnisten. Mit 5:1 hatten wir das Match also bereits gewonnen.
Gerold Hock hatte mit Schwarz bis zum 11. Zug die Caro-Kann Hauptvariante am 1. Brett.Weiß bekam Raumvorteil, dafür hatte er aber seinen Läufer blockiert hinter den eigenen Bauern. Weiß verbesserte seinen bislang passiven Springer, Schwarz wollte den notwendigen Abtausch verzögern und bot so Weiß die Gelegenheit für ein schwer zu sehendes Scheinopfer mit Bauerngewinn. Nach schnellem Abtausch von beiden Türmen stand ein eigentlich klar verlorenes Endspiel auf dem Brett. Weiß fand aber nicht den richtigen Weg zur Aktivierung seines Läufers und musste sich mit einem Remis durch Zugwiederholung nach 4,5 Stunden Spielzeit zufrieden geben.
So hatte Stefan Blank wie gewohnt die längste Partie des Tages an Brett 2. Eine zähe Partie, die mit jedem Abtausch nur komplizierter wurde. Nach etwas mehr als 20 Zügen war bei beiden die Bedenkzeit bereits knapp so dass es zu wechselseitigen Fehlern kam. Stefan wählte dann eine Kombination, um Turm und zwei Bauern für seine beiden Springer einzutauschen. Das recht komplexe Endspiel hätte gewonnen sein können, aber hier stand wieder die Zeitnot im Weg.
Stefan versuchte nach der Zeitkontrolle noch, mit seinem Turm für Unruhe zu sorgen, aber der Schwarze konnte mit beiden Springern alle Drohungen dynamisch vereiteln. Nach grob 5 Stunden waren dann beide Seiten mit dem Unentschieden einverstanden, es hätte locker auch noch eine Stunde länger dauern können.
Somit haben wir mit 6:2 den höchsten Saisonsieg erzielt und stehen mit exakt ausgeglichenem Mannschafts- und Brettpunktekonto fest in der Tabellenmitte.
Das Saisonfinale spielen wir bei den drittplatzierten Mömbrisern am 26.April.
