Amtsblatt 30.04.2026
Mömbris 2 - Sulzbach 2:6
Mit diesem deutlichen Sieg hatte im Vorfeld niemand gerechnet, da wir mit zwei Ersatzspielern antreten mussten.
Bei strahlendem Sonnenschein durften wir uns im Gunzenbacher Pfarrhaus breit machen. Da den Mömbrisern zwei Spielern fehlten, war auch genug Platz vorhanden und wir führten schon zu Beginn mit 2:0. Andreas Hein und Manfred Schwarzkopf hatten viel Zeit, um nebenher einige freundschaftliche Partien auszutragen.
Christian Lorenz gewann an Brett 6 nach einem Blunder seines Gegners sehr früh einen Bauern und stand lange Zeit deutlich besser. Er wollte seine Bauernstruktur verbessern, übersah dabei einen starken Zwischenzug, worauf wieder alles ausgeglichen war. Mangels Kampfgeist war dem Mömbiser eine Zugwiederholung genug und die Partie unentschieden.
An Brett 1 entstand eine recht geschlossene Stellung, in der sich Schwarz kaum bewegen konnte. Dessen Befreiungsversuch konterte Gerold Hock zuerst mit einem vergifteten Turmopfer gefolgt von einem Läuferopfer. Am besten hätte Schwarz seine Dame für Turm und Läufer hergeben müssen, aber dann mit absehbar schlechter Stellung lange leiden müssen. Er entschied sich für die Variante mit Qualitätsverlust, die nach einem übersehenen Zwischenschach das Leiden des Schwarzen schnell beendete und Gerold nahm dankbar die Möglichkeit zum Matt nach 26 Zügen mit.
Auch Brett 5 war schnell beendet. Die sehr ausgeglichene Spanische Eröffnung begann gerade interessant zu werden, als der Mömbriser plötzlich ein Unentschieden anbot. Oliver Erbacher zögerte nicht lange und sicherte nach knapp mehr als 2 Stunden Spielzeit das Unentschieden zum 4:1 Zwischenstand für Sulzbach, das Match konnte also nicht mehr verloren werden.
Friedrich Mut hatte den denkbar undankbarsten Gegner an Brett 4, dieser hatte nämlich kürzlich bei der unterfränkischen Meisterschaft das Aufstiegsturnier überlegen gewonnen. Es dauerte nicht lange, bis Friedrich einen Trick seines Gegners übersah. Friedrichs angegriffener Springer war scheinbar gedeckt, aber der deckende Bauer war in wirklichkeit gefesselt und schwupps war der Springer weg. Trotz aller Gegenwehr ließ sich am Ergebnis nichts mehr rütteln, es stand nur noch 4:2 für uns.
Patrick May hatte mit Weiß eine zweifelhafte Nebenvariante des italienischen Vierspringerspiels auf dem 3. Brett. Schwarz konnte daraus aber keinen Vorteil ziehen, so dass beide in einem ziemlich ausgeglichenen Endspiel mit jeweils Turm, Springer und 7 Bauern landeten. Der Mömbriser sah sich aufgrund des Zwischenstands zum Risiko gezwungen, was Patrick geduldig ausnutzen konnte und nach und nach seine Stellung immer weiter verbesserte. Nach grob 3,5 Stunden gab Schwarz die Partie und somit den Mannschaftskampf verloren.
An Brett 2 hatte Stefan Blank mit Schwarz ein Wolga-Gambit, dessen Struktur er besser als sein Gegner beherrschte. Das Doppelturmendspiel mit je 6 Bauern konnte er routiniert zu seinem Vorteil verwerten und ziemlich zeitgleich mit Patrick ging auch diese Partie auf das Sulzbacher Habenkonto.
Somit beenden wir die Saison auf dem 4. Tabellenplatz mit 10:8 Mannschaftspunkten, das ist unser bislang bestes Ergebnis in der Bezirksliga West.
